Verlag Traugott Bautz |
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
BAER, Seligmann, Hebraist und Masoraforscher, * 18.9. 1825 in Mosbach (Baden) als Sohn eines Kaufmanns, † 27.2. 1897 in Biebrich (Rhein). - B. war Lehrer an der jüdischen Gemeindeschule in Biebrich bei Wiesbaden und zu seiner Zeit einer der besten Kenner der Masora, der Überlieferung des hebräischen Bibeltextes. Bekannt wurde er dadurch, daß er 1869 bis 1895 - bis 1890 gemeinsam mit Franz Delitzsch - den kritisch bearbeiteten hebräischen Text des Alten Testaments mit Ausnahme der Bücher Exodus, Leviticus, Numeri und Deuteronomium herausgab. Die Philosophische Fakultät der Universität Leipzig verlieh ihm 1876 ehrenhalber die Doktorwürde, und die Stadt Biebrich ernannte ihn 1882 zum Ehrenbürger. Mit Hermann Leberecht Strack gab B. 1879 die Dikduke hateamim des Aaron ben Mosche ben Ascher heraus.
Textanmerkung:
Der Geburtsort von Seligmann Baer ist nicht Mosbach in Baden, sondern Mosbach bei Wiesbaden - wie der Sterbeort. Baer hat auch nicht die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig verliehen bekommen, sondern hat den Dr. phil. im Oktober 1876 "in absentia" erworben.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturnachtrag
2001
Rolf Faber, "Seligmann Baer (1825-1897), Neue Erkenntnisse zu Leben und Werk des jüdischen Gelehrten aus Wiesbaden-Biebrich", in: Nassauische Annalen, Bd. 112, Wiesbaden 2001.
Letzte Änderung: 09.04.2011