BENEDIKT VI., Papst, * in Rom, † daselbst Juli 974. - Der Kardinaldiakon B. wurde von der kaiserlichen Partei zum Nachfolger des am 6.9. 972 verstorbenen Johannes XIII. gewählt und am 19.1. 973 geweiht. Im Streit zwischen Salzburg und Passau, das aus dem Salzburger Metropolitanverband gelöst und zur Metropole erhoben zu werden wünschte, entschied er zugunsten Salzburgs. Nach dem Tod Ottos I. verbündete sich Crescentius I., der Führer der römischen Adelspartei, mit dem Kardinaldiakon Bonifatius Franco gegen B. VI., der im Juni 974 eingekerkert wurde. Crescentius erhob seinen Bundesgenossen als Bonifatius VII. auf den päpstlichen Stuhl und ließ im Einverständnis mit ihm B. VI. in der Engelsburg durch einen Priester erdrosseln.
Lit.: Jaffé I, 477 ff.; II, 707; - LibPont II, 254 ff. 568; - Haller II, 217. 555; - Seppelt II, 377 ff. 435; - LexP 72 f.; - DThG II, 650; - DHGE VIII, 38 ff.; - EC II, 1270 f.; - LThK II, 174; - RE II, 560 f.; - RGG I, 1029.