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Band II (1990)Spalten 296-304 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

GREGOR I., der Große, Papst, Kirchenlehrer, Heiliger, * um 540 in Rom aus senatorischem Adelsgeschlecht, † daselbst 11.3. 604, beigesetzt 12.3. 604 im Vatikan. - G. studierte die Rechte und war 572/73 römischer Stadtpräfekt. Nach dem Tod seines Vaters verwandte er sein Erbe zum Bau von 6 Klöstern in Sizilien und wandelte den väterlichen Palast in Rom auf dem Monte Velio um in das Benediktinerkloster St. Andreas, in das er um 575 als Mönch eintrat. Benedikt I. (s. d.) weihte ihn 577 zum Regionardiakon, und Pelagius II. (s. d.) sandte ihn 579 als seinen »Apokrisiar« nach Konstantinopel. 585 kehrte G. in sein Kloster nach Rom zurück. Nach dem Tod Pelagius' II., der am 8.2. 590 an der Pest starb, wurde er vom Senat, Klerus und Volk einstimmig zum Papst gewählt, weigerte sich aber, die Wahl anzunehmen. Als ihre Bestätigung durch den Kaiser Mauritius (s. d.) eintraf, floh G. aus der Stadt, wurde aber am dritten Tag vom Volk aufgefunden, im Triumphzug zur Peterskirche geleitet und am 3.9. 590 zum Papst geweiht. G. beseitigte die Mißstände der kirchlichen Latifundienwirtschaft und ordnete völlig neu die Verwaltung des päpstlichen Grundbesitzes (patrimonium Petri) in Italien, Dalmatien, Gallien und Nordafrika. Die bis dahin meist verpachteten Güter wurden durch eigene Beamten (Rektoren) verwaltet. G. forderte von ihnen genaueste Rechenschaft über Einnahmen und Ausgaben und erteilte ihnen eingehende Vorschriften über die Bewirtschaftung der Güter und die Behandlung der Gutsuntertanen. Auf diese Weise legte er den Grund zum späteren Kirchenstaat. Die Einnahmen aus der Bewirtschaftung des »Patrimonium Petri« verwandte G. für eine ausgedehnte sozial-karitative Fürsorge, zur Befestigung Roms und zum Schutz der Bevölkerung gegen die Langobarden. Er sandte 591 zur Unterstützung des kaiserlichen Heeres Truppen gegen den langobardischen Herzog Ariulf von Spoleto, der ihn zu einem Waffenstillstand nötigte. Es kam aber nicht zum Abschluß eines Friedensvertrages, weil der Exarch von Ravenna, der Träger der byzantinischen Herrschaft in Italien, die dazu erforderliche Zustimmung verweigerte. Als die Langobarden 592 gegen Rom zogen, der Exarch aber keine Hilfe sandte, schloß G. auf eigene Verantwortung Frieden mit Ariulf von Spoleto. Der Exarch aber erkannte den Frieden nicht an, sondern führte den Krieg fort und besetzte Perugia. Darum zog der Langobardenkönig Agilulf 593 mit einem Heer nach Süden, eroberte Perugia und rückte gegen Rom vor. In der belagerten volkreichen Stadt brach die Hungersnot aus. G. mußte dem Belagerer ein reiches Lösegeld schicken und sich zu einem jährlichen Tribut verpflichten. Vergeblich versuchte er, Mauritius von der Notwendigkeit des Friedens zu überzeugen. Der Kaiser erklärte G.s Schilderung der Zustände, die in Italien infolge der andauernden Kriegswirren herrschten, für eine übertriebene Entstellung der wirklichen Lage und nannte den Friedensschluß des Papstes mit den Langobarden eine »Einfältigkeit«. Der Herzog Ariulf von Spoleto und Arigis von Benevent verheerten 596 Kampanien und den Südwesten Italiens. G. sandte Gelder, um damit Gefangene loszukaufen, und wies den Bischof von Neapel an, für diesen Zweck auch heilige Geräte zu verwenden. Im Frühjahr 599 konnte schließlich mit Einverständnis des Kaisers Frieden mit den Langobarden geschlossen werden. Mit Hilfe der katholischen Langobardenkönigin Theodelinde (s. d.) versuchte G., die zum Teil noch heidnischen, zum Teil arianischen Langobarden Norditaliens für den Katholizismus zu gewinnen. Theodelinde, Tochter des Bayernherzogs Garibald I., hatte sich 589 mit dem arianischen Langobardenkönig Authari (584-590) und dann mit dem als ihren Gemahl auf den Thron erhobenen Agilulf (590-615) vermählt, der ebenfalls Arianer war. G. trat zu ihr in Beziehung und stand mit ihr in Briefwechsel. Unter seiner Mitwirkung bahnte Theodelinde († 628) einen Zusammenschluß mit den Römern sowie den katholischen Germanen an. G. war sehr erfreut, daß Theodelindes Kinder aus zweiter Ehe, Gundeberga und Adaloald, katholisch getauft und erzogen wurden. Es dauerte aber noch ein halbes Jahrhundert, bis der Neffe Theodelindes, Aribert (652-662), dem Katholizismus gegen Heidentum und Arianertum zum Sieg verhalf. G. war bestrebt, auf die fränkische Kirche, die sich großer Selbständigkeit erfreute, Einfluß zu gewinnen. Er trat in Beziehung zum fränkischen Königshof, besonders zu Brunehildis, der Gemahlin des 575 ermordeten Frankenkönigs Sigibert I. und Regentin für ihren Sohn Childebert II. († 596) und ihre Enkel in Austrasien und seit 593 auch in Burgund. Darum unterstützte G. Brunehildis, so anstößig ihm ihr Leben und Treiben auch sein mußte, und erkannte rühmend schmeichelnd ihren Eifer um die Kirchen und Klöster an. Er erreichte aber nicht die Abhängigkeit der fränkischen Kirche von Rom. Auch um die enge Verbindung mit dem spanischen Westgotenreich bemühte sich G. eifrig. Rekkared (586-601), König der Westgoten, trat 589 auf der Synode von Toledo feierlich zum Katholizismus über und verfolgte fortan den Arianismus. Sehr lebhafte Beziehungen unterhielt G. zu dem ihm von seinem Aufenthalt in Konstantinopel her befreundeten Leander (s. d.) von Sevilla, dem Erzbischof von Toledo, und erreichte, daß auch der König mit ihm in brieflichen Verkehr trat. G. sandte 599 Leander von Sevilla das Pallium und Rekkared ein Dank- und Mahnschreiben. Die spanische Kirche, deren Leitung in der Hand des Königs lag, bewahrte als Landeskirche ähnlich wie die fränkische Kirche ihre Selbständigkeit dem Papst gegenüber. Erfolgreich war die von G. ins Leben gerufene Mission unter den Angelsachsen. Er sandte 595/96 den Prior des St. Andreasklosters in Rom, Augustin (s. Augustin v. Canterbury), mit einer Schar seiner Mönche nach Britannien zur Christianisierung der Angelsachsen. In Südgallien erfuhren die Missionare, wie roh und wild das Heidenvolk in Britannien sei. Da entschwand ihnen der Mut. Augustin kehrte nach Rom zurück und bat den Papst im Namen seiner Genossen, sie von seinem Auftrag zu entbinden. G. ging auf diese Bitte nicht ein und forderte darum die fränkischen Fürsten und Bischöfe auf, sich an dieser Missionsarbeit zu beteiligen und sie zu unterstützen. Er ernannte Augustin zum Abt, der sich mit neuem Mut auf die Reise nach Britannien begab. Augustin landete im Frühjahr 597 mit ungefähr 40 Begleitern in Kent und suchte den König Ethelbert, den Gemahl der fränkischen Prinzessin Bertha, auf. Dieser gewährte ihm und seinen Begleitern Aufnahme in Canterbury und die Erlaubnis zur Predigt. Noch in demselben Jahr konnte Augustin Ethelbert taufen und hatte mit seiner Missionsarbeit solchen Erfolg, daß er 598 zu Arles im südöstlichen Frankreich von dem dortigen Erzbischof und päpstlichen Legaten Virgilius zum Bischof geweiht und 601 von G. zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde mit dem Auftrag, als Primas von England zwei Kirchenprovinzen, London für den Süden und York für den Norden, mit je 12 Suffraganbistümern zu errichten. Nur einen ganz kleinen Teil dieser großen Aufgabe konnte Augustin ausführen, da er bereits 604 starb. Durch ihn aber kam die englische Kirche in engste Verbindung mit Rom, in der sie auch für die Folgezeit blieb. Während im Abendland G.s Ansehen und Einfluß wuchs, verschärfte sich der Gegensatz zwischen Rom und Konstantinopel. Johannes Jejunator (»der Fastende«), als Johannes IV. (s. d.) 582-595 Patriarch von Konstantinopel, hatte zwei kleinasiatische Presbyter 593 wegen Ketzerei körperlich züchtigen lassen. Sie wandten sich klageführend an G. In den ihm von Johannes IV. übersandten Prozeßakten war der Patriarch von Konstantinopel als »ökumenischer Patriarch« bezeichnet worden. Gegen diese Bezeichnung, die auch in den Akten einer 588 in Konstantinopel unter dem Vorsitz des Patriarchen abgehaltenen Synode, vorkommt, hatte G.s Vorgänger, Pelagius II., Protest erhoben. In einem heftigen Antwortschreiben an Johannes IV. rügte G. dessen »Frechheit« und »Hochmut« und untersagte seinem »Apokrisiar«, der Messe des Patriarchen beizuwohnen, solange dieser an jenem Titel festhalte, der eine teuflische Anmaßung bedeute. Gleichzeitig wandte er sich an Mauritius mit der Bitte, Johannes IV. die Führung des Titels »ökumenischer Patriarch« nicht zu gestatten. Die beiden kleinasiatischen Presbyter wurden auf einer Synode in Rom für rechtgläubig erklärt. Der Streit wegen jenes Titels setzte sich auch unter dem Nachfolger Johannes' IV., dem Patriarchen Cyriakus von Konstantinopel (595 bis 606), fort. Als der Patriarch Eulogius von Alexandrien (s. d.) 598 in einem Schreiben G. »papa universalis« nannte, lehnte G. diese Bezeichnung ab, obwohl er sich der Vorrechte des römischen Bischofs bewußt war. G. selbst nannte sich »servus servorum«, was die Päpste beibehalten haben. Ein halbes Jahr, nachdem Muritius im November 602 durch den Centurio Phokas (602-610) vom Thron gestoßen und mit seinem Bruder, seiner Gattin und acht Kindern hingerichtet worden war, wünschte G. dem Usurpator mit der unwürdigsten Schmeichelei zu seiner Thronbesteigung Glück. Er schrieb ihm, die Himmel müssen sich freuen und die Erde jubeln, daß mit dem Fall des Unterdrückers das Volk befreit und dafür seine Frömmigkeit und Mildtätigkeit von der Vorsehung auf den Thron erhoben sei; er bete zu Gott, daß seine Hände gegen alle seine Feinde gestärkt werden mögen, und hoffe, daß er erst nach langer siegreicher Regierung das zeitliche mit dem ewigen Königtum vertauschen würde. Im Vertrauen auf die Unterstützung durch den Kaiser ermahnte G. nochmals den Patriarchen, »das Ärgernis des gottlosen und stolzen Titels aus der Kirche zu entfernen«, und sandte als seinen »Apokrisiar« den späteren Bonifatius III. (s. d.) nach Konstantinopel, der sich energisch dafür einsetzte, daß Phokas dem Patriarchen Cyriakus die Führung des ihm 595 von der Synode zu Konstantinopel bestätigten Titels »ökumenischer Patriarch« untersage. Auf Grund seiner guten Beziehungen zu Phokas, dessen Regierung fast nur eine ununterbrochene Kette von Grausamkeiten aller Art war, erreichte Bonifatius III. 607, daß der Kaiser Rom als »caput omnium ecclesiarum« anerkannte. - G. war der erste Mönchspapst und ein eifriger Förderer des Mönchtums. Er verfaßte eine umfangreiche, von Legenden überwucherte Biographie des Benedikt von Nursia (s. d.) und wirkte erfolgreich für die Verbreitung der Benediktinerregel, die die alten Mönchsregeln verdrängte und fast die alleinige Regel des abendländischen Mönchtums wurde. G. bekämpfte die Irrlehren und die Reste des Heidentums, während er zugleich als »pater superstitionum« den Aberglauben des Reliquienkults weithin förderte. Ihm werden große Verdienste um die Reform der römischen Liturgie und den Kirchengesang zugeschrieben. Das heutige römische Meßbuch, das »Missale Romanum«, geht zurück auf das »Sacramentarium Gregorianum«, das in seiner ursprünglichen Gestalt von G. stammt und in seiner ältesten erreichbaren Gestalt dem Jahr 595 angehört. Durch seine Schriften hat G. auf die Nachwelt entscheidenden Einfluß ausgeübt. Seine »Regula pastoralis«, eine Anweisung für das geistliche Amt und Handbuch für die Seelsorge, blieb jahrhundertelang Richtschnur für die abendländische Geistlichkeit. Was die »Regula S. Benedicti« für das Mönchtum, das bedeutet G.s »Regula pastoralis« für den Weltklerus. Sein allegorisch-moralisch-mystischer Kommentar zum Buch Hiob wurde das ganze Mittelalter hindurch als Kompendium der christlichen Sittenlehre verwertet. Seine Homilien zu den Evangelien, Ezechiel und zum Hohenlied und seine »Dialoge über das Leben und die Wunder italienischer Väter« fanden auch in Laienkreisen weiteste Verbreitung. Von größtem Wert für die Geschichte jener Zeit sind die 848 Briefe, die wir von G. besitzen. Er ließ ein Register seiner Amtsschreiben anfertigen, das für die späteren Papstregister vorbildlich wurde. Die Kirche nahm ihn unter die Zahl ihrer Heiligen auf und ehrte ihn durch den Beinamen »der Große«. Bonifatius VIII. (s. d.) hat ihn als vierten neben Ambrosius (s. d.), Augustinus (s. d.) und Hieronymus (s. d.) den »egregii doctores ecclesiae« beigezählt. Durch G. ist der vulgäre Typus des mittelalterlichen Katholizismus geschaffen. Er schließt sich Augustinus an, den er reproduzieren will. G. trägt Augustinus' Lehre von der Erbsünde und der »gratia praeveniens« vor. Es setzt eine leise charakteristische Umbildung ein. Die »gratia« ist nicht »irresistibilis«; der menschliche Wille muß die Gnade annehmen, sonst wirkt sie nicht: »Bonum quod agimus et Dei est et nostrum; Dei per praevenientem gratiam, nostrum per obsequentem liberam voluntatem.« Nicht die Gnade allein schafft die Erlösung, sondern die Gnade und unser Wille. G. betont im Sinn Augustinus', daß der Christ, nachdem der freie Wille die Gnade angenommen hat, stets der göttlichen Gnadenhilfe zum Guten bedürfe. Trotz seines Augustinismus vollzieht sich eine semipelagianische Wandlung. - Gott hat eine Anzahl zum Heil prädestiniert, und zwar die, von denen er wußte, daß sie mit ihrem freien Willen auf die göttliche Gnade reagieren und im Glauben und in den guten Werken beharren würden. Diese »Prädestination« ist nichts anderes als eine »Präszienz«. Keiner weiß, ob er in diesem Sinn prädestiniert ist. Die Heilsunsicherheit, das stete Bangen um das Heil wird von ihm aufs schärfste betont. - Die Bedeutung des Todes Christi hat G. darin gesehen, daß er dem Teufel die Seelen durch Überlistung abgewonnen hat. Der Teufel ist der Fisch, der den Hamen, das Fleisch Christi, verschlingt, ohne seine Gottheit zu ahnen, die ihm verderblich wird. Nur von der Strafe der Erbsünde und der Sünde vor der Taufe sind wir durch Christus befreit; für die späteren Sünden bedarf es der Buße. Aber auch die vergebene Sünde wird noch gestraft, wenn sie nicht gebüßt ist. So tritt die Buße als sündentilgend neben den Tod Christi. Durch die Buße sind zwar die Sünden nach der Taufe getilgt; aber die Sündenstrafen bleiben und müssen getilgt werden. Neben der »conversio mentis« und der »confessio oris« steht »vindicta peccati«. - Im Abendmahl wiederholt sich nach G. das Opfer Christi als ein Sühnopfer für Lebende und Tote: »Christus pro nobis iterum in hoc mysterio sacrae oblationis immolatur.« Es ist eine feierliche Wiederholung des Opfers Christi: »In suo mysterio pro nobis iterum patitur. Nam quoties ei hostiam suae passionis offerimus, toties nobis ad absolutionem nostram passionem illius reparamus.« Auch den Verstorbenen kommt es zugut. G. hat das Fegfeuer in sein Lehrsystem eingeordnet. Schon Cyprian (s. d.), Bischof von Karthago († 258), hatte davon geredet, daß ein Reinigungszustand für die Sünden nach dem Tod anzunehmen sei. Augustinus neigte der Annahme eines Fegfeuers zu, das den Zweck hat, die Seelen zu reinigen, die noch nicht gereinigt sind. Caesarius von Arles († 543; s. d.) predigte bereits über das Fegfeuer. G. hat diese Gedanken ausgebaut und beruft sich dabei auf Matthäus 12, 31 f. Durch die Seelenmessen kann man auf den Zustand der Verstorbenen im Fegfeuer einwirken. Auch den Heiligenkult hat G. in die Theologie eingebaut. - G.s Fest ist der 12. März.

Werke: Liber regulae pastoralis, 4 Bücher (Progr.schr. über Aufgaben des Seelenhirten); Expositio in beatum Job seu moralium libri XXXV (allegorisch-mystischer Komm. zu Job); 40 Homilien zu Evv.-Perikopen und 22 zu Ez; 2 Homilien zu Hhld 1, 1-8 u. Komm. zu 1Kön; Libri IV dialogorum de vita et miraculis patrum Italicorum et de aeternitate animarum (die ersten 3 Bücher enthalten Berr. über Wundertaten, Prophezeiungen u. Visionen v. Hll. lt., das 4. Berr. über Totenerscheinungen als Beweise f. die Unsterblichkeit der Seelen; das ganze 2. Buch ist Benedikt v. Nursis gewidmet); Registrum Epistolarun (854 Briefe erhalten, davon 848 aus dem Ur-Reg.); Liturg. Texte. (Es ist aber sehr umstritten, ob G. auch ein Sakramentar redigiert hat u. ob dieses im wesentl. durch das überl. »Sacramentarium Gregorianum« erhalten ist. G. hat keine Melodien komponiert u. auch den »Cantus Gregorianus« nicht geschaffen.) - Ausgg.: Liber regulae pastoralis, ed. Heinrich Hurter, 1872. - Dialogi, hrsg. v. U. Moricca (Fonti per la storia d'Italia 57), Rom 1924. - Sancti Gregorii Magni Expositiones in Canticum canticorum, in librum primum Regum. Recensuit Patricius Verbraken (CChr 144), Turnhout - Paris 1963. - Sacramentarium Gregorianum, nach dem Aachener Urexpl. hrsg. v. Hans Lietzmann, 1921; hrsg. v. Klaus Gamber, 2 Bde., 1966-67. - Registrum Epistolarum, hrsg. v. Paul Ewald - Ludo Moritz Hartmann, in: MG Epp 1 u. II. - Egloga quam scripsit Lathcen filius Baith de Moralibus Job quas Gregorius fecit. Cura et studio M. Adrisen (CChr 145), 1969. - Ez-Komm., hrsg. v. M. Adriaen (CChr 142), 1971. - GA.: Lyon 1516; Paris 1518 u. 1675; Rom 1588-93; beste GA die der Mauriner, 4 Bde., Paris 1705; danach J. P. Gallicoli, 16 Bde., Venedig 1768-76, abgedr. MPL 75-79. - Übers.: Regula pastoralis, zu G.s Lebzeiten ins Griech. u. im 9. Jh. ins Angelsächs. - Regula pastoralis u. Dialogi v. Jos. Funk, in: BKV2 II/3.4, 1933. - Evv.homilien, 2 Bde., Klosterneuburg bei Wien 1931/32. - Franz Faessler, Leben des hl. Benedikt (Buch 2 der Dialoge), Luzern 1949. - Maurus Feyerabend, Sämtl. Briefe, 5 Bde., Köln 1807-09. - Theodor Kranzielder, Briefe, 1874.

Lit.: Vita Gregorii v. einem unbekannten Mönch des Klosters Streaneshalch in Northumbrien (um 713), hrsg. v. Francis Aidan Gasquet, London 1901; v. Betram Colgrave, Lawrence/Kansas 1968; - Vita Gregorii v. Paulus Diaconus (nach 760), hrsg. v. Hartmann Grisar, in: ZKTh 11, 1887, 158 ff.; - Vita Gregorii v. Johannes Diaconus (872-882), in: MPL 75, 59-242; - Georg Johann Theodor Lau, G. I. d. Gr. nach seinem Leben u. seiner Lehre, 1845; - Samuel Sugenheim, Gesch. der Entstehung u. Ausbildung des Kirchenstaates, 1854, 3 ff.; - Pius Bonifatios Gams, KG v. Span. II/2, 1862 (Neudr. Graz 1956); - Alois Pichler, Gesch. der kirchl. Trennung zw. Orient u. Occident II, 1865, 647 ff.; - Josef Hergenröther, Photius, Patriarch v. Konstantinopel, I, 1867, 183 ff. 549 ff.; - Alfred v. Reumont, Gesch. der Stadt Rom II, 1868, 79 ff.; - Rudolf Baxmann, Die Politik der Päpste v. G. I. bis Gregor VII., I, 1868, 44 ff. 129 ff.; - Joseph Fehr, Staat u. Kirche im fränk. Reich, Wien 1869, 301 ff.; - Wilhelm Wattenbach, Gesch. des röm. Papsttums, 1876, 18 ff.; - Hartmann Grisar, Ein Rundgang durch die Patrimonien des hl. Stuhles um das J. 600, in: ZKTh 4, 1880, 321 ff.; - Ders., Ökumen. Patriarch u. Diener der Diener Gottes, ebd. 468 ff.; - Ders., Verwaltung u. Haushalt der päpstl. Patrimonien um das J. 600, ebd. 526 ff.; - Ders., G. d. Gr., Rom 1904 (19282); -Josef Langen, Gesch. der röm. Kirche II, 1885, 414 ff. 446 ff.; - Louis Heinrich Armbrust, Die territoriale Politik der Päpste v. 500-800 (Diss. Göttingen), 1885; - Joseph Nirschl, Lehrb. der Patrologie u. Patristik III, 1885, 533 ff.; - Franz Görres, Leander, Bisch. v. Sevilla, in: ZWTh 29, 1886, 36 ff.; - Ders., Rekared der Kath., ebd. 42, 1899, 270 ff.; - Ders., Der span-westgot. Episkopat u. das röm. Papsttum (586-680), ebd. 45, 1902, 42 ff. 69 ff.; - Heinrich Gelzer, Der Streit um den Titel des ökumen. Patriarchen, in: JpTh 13, 1887, 549 ff.; - Julius Weise, It. u. die Langobardenherrscher v. 568-628, 1887, 154 ff.; - Karl Schwarzlose, Die Patrimonien der röm. Kirche bis z. Gründung des Kirchenstaat« (Diss. Berlin), 1887; - Ders., Die Verwaltung u. die finanzielle Bedeutung der Patrimonien der röm. Kirche bis z. Gründung des Kirchenstsat«, in: ZKG 11, 1890, 62 ff.; - Adolf Ebert, Allg. Gesch. der Lit. des MA im Abendlande I, 18892, 546 ff.; - Paul Luther, Rom u. Ravenna bis z. 9. Jh. Ein Btr. z. Papstgesch., 1889, 29 ff.; - Cölestin Wolfsgruber, G. d. Gr., 1890 (18972); - François Auguste Gevaert, Les origines du chant liturgique de l'église latine, Gent 1890 (dt. v. Hugo Riemann: Der Ursprung des röm. Kirchengesangs«, 1891); - Germain Morin. Les véritables origines du chant grégorien, Maredsous 1890 (19123; dt. v. Thomas Elsässer: Der Ursprung des gregorian. Gesanges. Eine Antwort auf Gevaerts Abh. über den Ursprung des röm. Kirchengesanges, 1892); - Ferdinand Kattenbusch, Lehrb. der vergleichenden Konfessionakunde I, 1890, 112 ff.; - Friedrich Edmund Baasenge, Die Sendung Augustins z. Bekehrung der Angelsachsen (Diss. Leipzig), 1890; - Georg Grützmacher, Die Bedeutung Benedikts v. Nursia u. seiner Regel in der Gesch. des Mönchtums, 1892, 54 ff.; - Terence Benedict Snow, St. G., his works and his spirit, London 1892 (19242); -Theodor Mommsen, Die Bewirtschaftung der Kirchengüter unter Papst G. I., in: Zschr. f. Social- u. Wirtschaftsgesch. I, 1893, 43 ff.; - R. Heinrichs, G. d. Gr. Ein Btr. z. Würdigung seiner socialen Tätigkeit, in: Katholik, 1894, 12 ff.; - Wilhelm Brambach, Gregorianisch. Bibliogr. Lösung der Streitfrage über den Ursprung des gregorian. Chorals, 1895 (19012); - Bruno Holtheuser, Die Gründung der angelsächs. Kirche, Progr. 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Friedrich Wilhelm Bautz

Werkeergänzung:

1998

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2008

Regola pastorale. A cura di Giuseppe Cremascoli. Roma 2008.

Literaturergänzung:

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1988

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Letzte Änderung: 03.09.2010