SERRI, Maria Theresia, * 23. Februar 1708 in Genua, † 14. Januar 1768 in Fanano (Emilia). Ihre Eltern waren Schweizer; der Vater diente als Fähnrich in der Armee. Im Jahre 1730 schloß sich M. T. S. dem Orden der Klarissen-Kapuzinerinnen an, in dem sie den Ordensnamen Maria Diomira von der Menschwerdung erhielt. Von 1736 bis 1745 war sie Novizenmeistern, von 1745 bis 1750 und von 1752 bis 1754 Oberin in Fanano, anschließend von 1754 bis zu ihrem Tode wiederum Novizenmeistern. Sie zeichnete sich durch ein Leben strengster Askese aus, übte die Nächstenliebe und empfing mystische Gnaden und die Kraft, Wunder zu wirken. Nachdem der Seligsprechungsprozeß 1901 für sie eingeleitet wurde, erhielt sie den Titel »Ehrwürdige Dienerin Gottes«.
Werk: Vita ... scritta da lei medesima, Modena 1788, Bologna 1877, Monza 1904, Rom 1916 (dt. Übers. von F. Haas, Regensburg 1891; franz. Übers. von F. Meyer, Freiburg/Schweiz 1936).
Lit.: Lexicon Capuccinum. Promptuarium Historico-Biographicum (1525-1950), Rom 1951, 506; - DSp III, 956ff.; - LThK2 VII, 37.